Autarkes Waschen in der Krisenvorsorge bedeutet, Wäsche und Körper ohne fließendes Wasser, Waschmaschine oder Strom sauber zu halten. Saubere Kleidung ist keine Frage des Komforts – sie ist Hygiene. Verdrängte Schwitzflächen, dreckige Unterwäsche und ungewechselte Socken führen zu Hautreizungen, Pilzinfektionen und einem erhöhten Infektionsrisiko. Alles zur Körperhygiene im Krisenfall erklärt unser Beitrag zur Körperhygiene für den Krisenfall. Für eine vollständige Hygieneausstattung empfehlen wir zusätzlich unseren Beitrag zur Bevorratung von Desinfektion und Seifen für den Krisenfall.
Körperwsche ohne fließendes Wasser
Für eine gründliche Körperwsche ohne Dusche reichen 5 bis 10 Liter warmes Wasser. Das Wasser auf dem Gaskocher erwärmen, in einen Eimer füllen und mit einer Schöpfkelle portionsweise verwenden. Mit Seife einreiben, abspülen, fertig. Im Sommer ist auch eine Campingdusche mit Sonnenspeicher eine angenehme Alternative. Kinder können in einem kleinen Bottich gebadet werden.
Wäsche von Hand waschen
Handwäsche ist energiesparend, wassereffizient und liefert bei richtiger Technik gute Ergebnisse. So geht es:
- Wäsche in lauwarmes Wasser mit Waschmittel einweichen (30 Minuten)
- Stück für Stück durchkneten und reiben, besonders verschmutzte Stellen
- Gut ausdrücken, dann mit sauberem Wasser ausspülen (mindestens zweimal)
- Erneut gut ausdrücken und zum Trocknen aufhängen
- Ein Eimer mit 5 bis 8 Litern Wasser reicht für mehrere Kleidungsstücke
Waschmittel bevorraten
Pulverwaschmittel ist besser lagerbar als Flüssigwaschmittel und konzentrierter in der Wirkung. Für die Handwäsche reicht eine sehr geringe Menge. Für 4 Wochen Krisenvorsorge pro Person etwa 500 g Pulverwaschmittel einplanen.
Wäscheplanung: Weniger ist mehr
Im Krisenfall strategisch denken: Kleidung länger tragen, die wenig verschmutzt und nicht direkt auf der Haut sitzt. Unterwäsche, Socken und T-Shirts täglich wechseln, da sie am meisten mit Hautflächen in Kontakt sind. Mehrere Sätze Unterwäsche und Socken in Reserve halten. Synthetische Kleidung trocknet schneller als Baumwolle – für den Krisenfall ein Vorteil.
Trocknen ohne Trockner
Wäsche trocknet an der Luft in 4 bis 24 Stunden, je nach Temperatur und Materialdicke. Im Sommer draußen aufhängen ist am effizientesten. Im Winter oder bei schlechtem Wetter Wäscheleine im Innenraum – ausreichend Belüftung sicherstellen, da feuchte Luft Schimmelbildung fördert.
Praktische Checkliste Autarkes Waschen
- Großer Eimer (10 bis 15 Liter) für die Wäsche
- Schöpfkelle oder Becher für die Körperwsche
- Pulverwaschmittel (mindestens 500 g pro Person für 4 Wochen)
- Barseife als Ergänzung für Feinwäsche
- Wäscheleine und Wäscheklammern
- Mehrere Sätze Unterwäsche und Socken pro Person
- Schnelltrocknende Kleidung bevorzugen
Häufige Fragen zum autarken Waschen in der Krisenvorsorge
Für 2 bis 3 Kleidungsstücke reichen 5 bis 8 Liter für Wasch- und Spülgang. Das Waschwasser kann mehrfach genutzt werden (leicht verschmutzte Stücke zuerst, stark verschmutzte zuletzt). Spülwasser immer frisch verwenden. Insgesamt deutlich wassersparender als eine Waschmaschine.
Ja, besonders Unterwäsche, Socken und T-Shirts. Dreckige Unterwäsche führt schnell zu Hautreizungen und Pilzinfektionen. Oberbekleidung kann länger getragen werden, aber täglicher Wechsel der hautnah getragenen Kleidung bleibt wichtig.
Synthetische Funktionskleidung oder Merinowolle: schnell trocknend, geruchshemmend und robust. Jeans und dicke Baumwollstoffe trocknen langsam und sind schwer von Hand zu waschen. Für den Krisenfall mehrere Sätze leichte, schnell trocknende Kleidung bevorzugen.
Ja, in bestimmtem Umfang. Grauwasser aus der Wäsche kann für die Toilettenspülung, zum Bewässern von nicht essbaren Pflanzen oder zum Reinigen von Oberflächen wiederverwendet werden. Für Trinkwasser oder die Lebensmittelzubereitung ist es ungeeignet.
Ja, es gibt manuelle Waschgeräte wie den Scrubba-Waschsack oder einfache Kurbelwaschgeräte. Sie sind kompakt, brauchen keinen Strom und ermöglichen eine gründlichere Reinigung als reine Handwäsche. Preis: 20 bis 80 Euro.
